Auf den Spuren der Vergangenheit

Unsere Insel begeistert durch ihre landschaftliche Vielfalt, sie beheimatet viele geschützte Tierarten und an vielen Orten hat die Geschichte ihre Spuren hinterlassen.

Lassen Sie sich von unserem Wanderführer Dietmar Butzlaff zu den landschaftlich schönsten und den kultur- und geschichtshistorisch interessantesten Orten der Insel entführen und begeben Sie sich gemeinsam auf die Spuren der Vergangenheit.

Sie wandern über die kleine Insel Vilm im Biossphärenreservat Süd-Ost Rügen, die nur von maximal 60 Personen täglich unter autorisierter Führung betreten werden darf und über die Landzunge Bug auf der Halbinsel Wittow. Sie erleben zum Greifen nah den Koloss von Rügen und Sie besuchen die Insel Hiddensee.

ab 496,00 EUR pro Person im DZ*

Angebot – 09.09. – 14.09.2018*

  • 5 x Übernachtung inkl. Frühstück vom Buffet
  • 1 x 3-Gang-Abendmenü in unserem Restaurant „MeeresART“
  • 4 x Lunchpaket
  • 1 Fischbrötchen und 1 Erfrischungsgetränk auf dem Räucherschiff „Berta“ im Hafen von Lauterbach
  • Schiffsticket und Tourismusabgabe zur Insel Hiddensee
  • Schiffsticket zur Insel Vilm
  • Transfer nach Lauterbach, Breege, Prora und zum Bug
  • Kostenfreie Nutzung unserer Saunalandschaft
  • Kostenfreier Handtuch- & Bademantelservice
  • Kostenfreier Internetzugang über W-LAN

*Nicht kombinierbar mit anderen Rabattaktionen

Reisebeschreibung

1. Tag
Anreise und Ankunft im Hotel

2. Tag
Transfer nach Lauterbach, einem südlich von Putbus am Greifswalder Bodden gelegenen Ortsteil der Stadt. Von hier starten Sie mit dem Schiff in Richtung der Insel Vilm, einer Insel vor der Südküste Rügens. Die Insel befand sich seit 1249 im Besitz des Hauses Putbus, einem von Rügen stammenden Uradelsgeschlecht. Im Zuge der Bodenreform wurde das Haus Putbus enteignet und die Verwaltung der Insel ging an die Stadt Putbus über.

Die Insel Vilm steht unter strengem Naturschutz, liegt im Biosphärenreservat Süd-Ost Rügen und ist Teil des Naturschutzgebietes Insel Vilm – ein wahres Paradies für Vögel und Pflanzen.

Auf einem einzigen Wanderpfad ist es möglich, zweimal täglich mit maximal 30 Besuchern die Insel während einer geführten Wanderung zu erkunden. Zunächst wandern Sie an den elf reetgedeckten Bungalows, den einzigen Häusern der Insel vorbei, in denen zu DDR-Zeiten nur Mitglieder des Ministerrates der DDR und Politiker von hohem Rang ihren Urlaub verbringen durften. Für die Öffentlichkeit war die Insel gesperrt. Seit 1990 haben hier das Bundesamt für Naturschutz und seine Naturschutzakademie ihren Sitz.

Ihre Wanderung führt Sie weiter auf dem Hochuferweg entlang der Steilküste. Hier können Sie seltene Blumen wie Schwalbenwurz und Leberblümchen entdecken. Der letzte Holzeinschlag fand im Jahr 1527 statt. So säumen heute Eichen und Buchen den Weg, die zum Teil bis zu 600 Jahre alt sind und in ihrer urwüchsigen Form nahezu märchenhaft anmuten. Die nördliche, eher sandige Spitze der Insel, der Große Haken, ist ein beliebter Rastplatz für Kormorane und andere Wasservögel. Auch Sie werden hier ein gemütliches Plätzchen für eine Rast finden. Vom Norden aus geht es zurück zur Schiffsanlegestelle und auf der Rückfahrt können Sie das Panorama des Lauterbacher Hafens genießen. Wenn Sie dann noch Appetit auf frischen Räucherfisch haben, laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss auf dem Räucherschiff „Berta“ ein. Frischer kann Räucherfisch nicht sein!

Weiter fährt unser Wanderführer mit Ihnen nach Putbus, der „Weißen Stadt“, auch „Rosenstadt“ genannt. Die Wanderung beginnt im Stadtkern, am Circus, der ehemaligen Residenzstadt des Stadtgründers Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus und gibt Ihnen die Möglichkeit, die majestätisch anmutenden Gebäude zu bewundern, die er im Stil des Klassizismus erbauen ließ. Bei einer Wanderung durch den, im englischen Stil angelegten Schlosspark mit mehr als 60 verschiedenen Baumarten klingt Ihr Wandertag aus.

3. Tag
Sie starten mit unserem Hotel Bus und fahren auf den Bug, gelegen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Am 20.07.1683 wurde hier die Postlinie Stralsund-Bug-Ystad eröffnet. Sie durchfahren den Nordbug, entlang des ehemaligen Hafens, der sich in Privatbesitz befindet und somit für die Öffentlichkeit gesperrt ist.

1935 wurde hier mit dem Bau eines Fliegerhorstes begonnen. Das Fischerdorf Dranske wurde bis auf die Schule systematisch abgerissen und die Militärsiedlung, die heute den Bestand des alten Dorfes darstellt, wurde errichtet. Das Posthaus auf dem Bug wurde 1936 gesprengt. Im Jahr 1939 befanden sich ca. 110 Bauten auf dem Bug, unter anderem 8 große Flugzeughallen, 10 Kasernen, Offiziers- und Arbeiterwohnhäuser. Am 05.05.1945 erreichten erste Einheiten der Russischen Armee das Dorf Dranske und den Bug. 1946/1947 wurden die Einrichtungen auf dem Bug demontiert und das Territorium wurde in den Bodenreformfond übergeben. Nun war der Bug herrenlos und im Süden entwickelte sich ein urwüchsiger Wald.

Am 08.05.1965 wurde die Dienststelle Dranske/Bug durch die Schnellbootflottille (6. Flottille) der Nationalen Volksarmee (NVA) eröffnet, die am 01.05.1963 in Sassnitz gegründet wurde. Von 1965 – 1990 waren auf dem Bug unter anderem Torpedoschnellboote, Raketenschnellboote, Raketenschiffe und Wohnschiffe stationiert. Die Auflösung der Flottille fand am 02.10.1990 statt. Einen Tag später übernahm die Bundesmarine den Schnellbootstützpunkt. Die militärische Nutzung des Bugs endete am 20.12.1991 und 2001 begann die umfassende Sanierung. Sämtliche alten Gebäude wurden entfernt.

Der Südbug war bis 1990 Sperrgebiet. Der Militärforst führte nur Arbeiten durch, die unbedingt erforderlich waren, so dass sich ein ganz urwüchsiger Wald entwickelte. Durch diese unberührte Landschaft führt Ihre Wanderung Sie durch den Wald und entlang des Ufers zurück zum Ausgangspunkt.

Die Fahrt führt weiter zum Kap Arkona. Nach einer kleinen Rast haben Sie Gelegenheit, die Bunkeranlagen zu besichtigen. 1915 wurde mit dem Bau des ersten Bunkers begonnen, der aus Sicherheitsgründen jedoch nicht öffentlich zugänglich ist. Die beiden anderen Bunker können besichtigt werden. Der kleinere der beiden Bunker wird als „Arkona Bunker“ bezeichnet und stammt aus Zeiten der Wehrmacht. Er beherbergte zu DDR-Zeiten eine Dienststelle der 6. Grenzbrigade Küste. Heute finden Sie hier eine Dokumentation zur Geschichte des Kap Arkona. Der größere der beiden Bunker wurde in der Zeit von 1979 – 1986 gebaut und diente der auf dem Bug stationierten 6. Flottille der Volksarmee und der Vereinigten Ostseeflotte als Gefechtsstand. Zum 30. Jahrestag der NVA wurde der Bunker durch eine Luftaufnahme vom Kap Arkona im Bildband „Soldaten des Volkes“ enttarnt.

Nach der Besichtigung der Bunkeranlage wandern Sie weiter in das alte Fischerdörfchen Vitt mit seiner achteckigen Kapelle und seinen 13 reetgedeckten Wohnhäusern. Im Dorf gibt es erst seit 1980 eine zentrale Wasserleitung. Der ursprüngliche Brunnen jedoch ist noch heute im Zentrum des Dorfes zu finden. 1973 wurde das Dorf, dank seiner lang erhaltenen Ursprünglichkeit der Häuser, zum Weltkulturerbe der UNESCO. Von hier aus geht es zurück zu unserem Hotel Bus.

4. Tag
Transfer zum Breeger Hafen, von hier stechen Sie in See. Die ca. 1-stündige Seefahrt bringt Sie zum Hafen von Vitte. Ihre Wanderung führt Sie auf unsere Schwesterinsel Hiddensee. Hiddensee ist Teil des Nationalsparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Viele Vogelarten, darunter auch bedrohte, finden hier Brut- und Rastplätze. Für mehrere hundert Blütenpflanzen, Moose und Flechten bietet die Insel einen idealen Standort. Die Einheimischen nennen ihre Insel auch liebevoll „Dat söte Länneken“. Hier bewegt man sich zu Fuß, per Rad oder mit der Pferdekutsche fort. Ihre Tageswanderung führt Sie durch den Ort Vitte und weiter entlang des Ostseestrandes wandern Sie nach Kloster. Von Kloster aus wandern Sie oberhalb der Steilküste zum Dornbusch, einem Hügelland im Norden der Insel, mit seinem bekannten Leuchtturm. Hier finden Sie ein gemütliches Plätzchen für eine Rast mit einem beeindruckenden Rundblick auf Bodden und Ostsee. Bei guter Sicht können Sie die drei Kirchtürme von Stralsund sehen. Die kleinen Fischerdörfer strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Auf Hiddensee ticken die Uhren anders, langsamer eben. Die Faszination der Insel liegt wohl in der Anmut der Natur, der Stille, die nicht zuletzt auch Maler, Dichter, Schauspieler und Tänzer für sich entdeckt haben und so wurde Hiddensee auch als Künstlerinsel bekannt. Bekannte Namen wie Asta Nielsen, Thomas Mann, Sigmund Freud und vor allem Gerhard Hauptmann, der viele Jahre die Sommermonate auf der Insel verbrachte, werden immer wieder mit der Insel Hiddensee in Verbindung gebracht. Gerhard Hauptmann kaufte 1930 das Haus „Seedorn“ in Kloster, das seit 1956 als Erinnerungsstätte und Literaturmuseum geöffnet ist. Gerhard Hauptmann liegt unweit seines ehemaligen Domizils, auf dem kleinen Friedhof von Kloster begraben. Die Dänin Asta Nielsen verbrachte mehrere Sommer in einem Haus in Vitte, das sie 1929 kaufte. Im Jahr 2015 wurde das „Karusel“ grundlegend saniert und ist nun für Besucher geöffnet. Nach einem abschließenden Besuch im Nationalparkhaus geht es entspannt mit der Fähre zurück nach Breege. Wieder im Hotel angekommen, laden wir Sie herzlich zu einem Abendmenü in 3 Gängen in unser Restaurant MeeresART ein.    

5. Tag
Transfer nach Prora, einem Ortsteil der Gemeinde Binz, direkt an der Ostsee gelegen. Prora erlangte durch das längste Bauwerk der Nationalsozialisten Bekanntheit, den heute noch 4,5 Kilometer langen Gebäudekomplex aus sechsstöckigen Betonbauten, in dem 20.000 Urlauber und 2.000 Angestellte in zehntausend 2-Bettzimmern mit Meerblick Unterkunft finden sollten, das „Kraft-durch-Freude-Seebad (KdF)“, für das am 02.05.1936 der Grundstein gelegt wurde. Im April 1938 begannen die Fundamentarbeiten und bis zum Sommer 1939 wurden die Bettenhäuser fertiggestellt, die parallel zum Strand verlaufen. Die Treppenhäuser und Sanitärbereiche befanden sich in den nach hinten ausgerichteten Gebäudeteilen. Es entstanden acht baugleiche Blöcke mit einer Gesamtlänge von 4,5 Kilometern. Jeder Block hat eine Länge von 550 Metern und verfügt über sechs Stockwerke. Nach Kriegsbeginn wurden die Bauarbeiten gestoppt und 1945 sprengte die Rote Armee den Nordflügel. Eine komplette Zerstörung des Bauwerkes gelang jedoch nie. Zurück blieb eine einsturzgefährdete, ca. zwei Kilometer lange Ruine. Von 1948 bis 1953 nutzte die Rote Armee die Bauten, danach zog die Nationale Volksarmee in die Anlage und das gesamte Areal wurde bis Anfang 1993 weitläufig zum Sperrgebiet und somit für die Öffentlichkeit unzugänglich. Seit dem Jahr 2000 befasst sich das „Dokumentationszentrum Prora“ mit diesem historischen Denkmal, das neben Cafés, Ausstellungen und Galerien in der „Museumsmeile Prora“ zu finden ist. Nach einem Umbau der Ruine am Nordstrand der Prora-Bauten eröffnete in Block V am 04.07.2011 die längste Jugendherberge der Welt und die größte in Mecklenburg-Vorpommern. In den südlichen Gebäudekomplexen entstehen neue Wohnungen und Appartements. Sie werden bei Ihrer heutigen Wanderung den „Koloss von Rügen“ besichtigen. Sie wandern entlang des gesamten Gebäudekomplexes bis zu den Ruinen. Auf dem Rückweg wandern Sie an der Küste entlang und sie werden den 4,5 Kilometer langen Koloss in voller Größe sehen. Sicher werden Sie ein lauschiges Plätzchen für eine kleine Rast finden. Während Ihrer Wanderung werden Sie viele spannende Informationen über die Entstehung und Entwicklung dieses gigantischen Bauwerkes von unserem Wanderführer erhalten.

Zum Abschluss Ihrer Wanderung fahren Sie zum Naturerbe Zentrum Rügen. Und wer nach so viel Geschichte noch Lust auf Natur hat, kann auf dem 1.250 Meter langen Baumwipfelpfad besondere Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt gewinnen. Vom 40 Meter hohen Aussichtsturm des Pfades können Sie Ihre Blicke über die Insel schweifen lassen. Auf einer Gesamthöhe von 82 Metern über dem Meeresspiegel können Sie bei guter Sicht die Pylonen der Rügenbrücke sehen – ein großartiges Erlebnis!

6. Tag
Abreise

Preise pro Person

KategorieSaison C
Einzelzimmer621,00
Doppelzimmer496,00
Doppelzimmer mit Balkon515,00
Atelierzimmer527,00
2-Raum-Atelierzimmer551,00

Direktanfrage Auf den Spuren der Vergangenheit

Erwachsene

Zimmer

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